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Reihe Lerntheorie 2

Operante Konditionierung


 

Welche Konsequenzen auf ein Verhalten gibt es?

Es gibt 4 verschiedene Möglichkeiten, die als Konsequenz auf ein Verhalten folgen können.
Diese nennt man die „4 Quadranten der operanten Konditionierung“ und beinhaltet:

  • Positive Verstärkung
  • Negative Strafe
  • Positive Strafe
  • Negative Verstärkung

Wichtig: hierbei gilt „positiv“ und „negativ“ im Sinne von zufügen und wegnehmen, also „plus“ und „minus“ - mathematisch gesehen.

 

Vereinfacht gesagt

Der Hund zeigt ein Verhalten – und er wird dafür entweder belohnt oder bestraft.

Diese Belohnung und Bestrafung kann man noch einmal aufteilen in dem, dass dem Hund als Belohnung etwas Angenehmes (Futter) gegeben wird oder etwas Unangenehmes (angstauslösende Reize) genommen wird.
Dadurch wird das gerade gezeigte Verhalten mehr.

Auch die Strafe wird wieder aufgeteilt in: etwas Unangenehmes wird hinzugefügt (Leinenruck) oder etwas Angenehmes (Aufmerksamkeit) wird entzogen. Das gerade gezeigte Verhalten wir dadurch weniger.
Wichtig: Ohne, dass etwas hinzugefügt wird, kann nichts weggenommen werden. D.h. die farblich zusammengehörigen Quadranten sind immer Gegenspieler!

 

Emotionen spielen auch hier eine Rolle!

Beim Hinzufügen von etwas Angenehmen (positive Verstärkung) ist es die FREUDE!

Beim Wegnehmen von etwas Unangenehmen (negative Verstärkung) ist es die ERLEICHTERUNG!

Beim Hinzufügen von etwas Unangenehmen (positive Strafe) ist es die ANGST!

Beim Wegnehmen von etwas Angenehmen (negative Strafe) ist es FRUST!

Welche Emotionen soll dein Hund beim Lernen haben?

 

Blog 016 operanteKonditionierung Zeichnung

Fazit: Die Konsequenz steuert das Verhalten!

 

Der Hintergrund

B.F.Skinner entwickelte die sogenannten „Skinnerbox“, ein reizarmer Käfig für ein Testtier.

In einer typischen Skinnerbox befinden sich ein kleiner Hebel, eine Futterausgabestellt und eine kleine Lampe. Sobald die Lampe aufleuchtet, bring das Drücken des Hebels einer Futterausgabe. Ein hungriges Tier (z.B. Ratte) wird nun in die Box gesetzt und abgewartet. Das Tier lernt nun durch „Versuch und Irrtum“, dass das Drücken des Hebels nur Sinn macht, wenn dabei die Lampe leuchtet. Ein Verhalten wurde erlernt durch die Konsequenz die es bringt.

Spielte bei der klassischen Konditionierung noch der vorherige Reiz (Glocke läuten) eine Rolle, ist dies bei der operanten Konditionierung nebensächlich. Hierbei spielt das Verhalten des Tieres und die daraus folgende Konsequenz das Hauptaugenmerk, um ein Verhalten zu lernen.

 

 

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