Behandlungstraining - Dr. Stephan Gronostay

Dr. Stephan Gronostay


seminar 2019

Praxisseminar

Behandlungstraining

Freiwillige Kooperation bei Körperpflege und Behandlung

Viele Hunde genießen den Körperkontakt mit ihrem vertrauten Menschen sehr, wenn sie entspannt und zum Schmusen aufgelegt sind. Hingegen zeigen sie oft Zeichen von Stress und Unwohlsein bei körperlichen Manipulationen, die der Mensch durchführt, weil „es gerade sein muss“.
Aus eigener Sicht braucht der Hund weder das Brustgeschirr noch den Wintermantel. Auch hübsch Aussehen nach dem Baden, Bürsten oder Haare schneiden sind eher für Menschen wichtig, Pfoten, Schnauze und After abputzen lästig, wenn nicht sogar völlig überflüssig. Und der Tierarzt löst Furcht aus, wenn er unangenehme oder gar schmerzhafte, unerklärliche Verrichtungen durchführt.


Bei Hunden, die schon Menschen im Rahmen körperlicher Verrichtungen gebissen haben, kann die Durchführung von Behandlungen, Körperpflege und manchmal auch alltäglicher Handlungen (z. B. das Anziehen des Brustgeschirrs) eine grosse Herausforderung für Besitzer, mit der Pflege beauftragte Personen und Tierärzte sein.
Leider können wir unseren Hunden nicht mit Worten erklären, dass manche körperlichen Manipulationen unvermeidbar oder für seine Gesundheit unerlässlich sind. Aber Hunde können lernen, beim Anziehen von Halsband, Brustgeschirr, Leine und Mantel, bei der Körperpflege und sogar bei tiermedizinischen Behandlungen freiwillig zu kooperieren.
Freiwillige Kooperation bedeutet auch, dass der Hund mitbestimmt, wann, was und wie intensiv der Mensch eine Manipulation durchführt. Er bekommt so eine gewisse Kontrolle über die Vorgänge am eigenen Körper. Diese Mitbestimmung gibt ihm Sicherheit. Viele gut trainierte Hunde tolerieren sogar unangenehme oder leicht schmerzhafte Verrichtungen, die ohne diese Vorbereitung nur schwierig durchzuführen wären.


An diesem Wochenendseminar zeigt Ihnen Dr. Stephan Gronostay, auf welche Art und Weise ihr Hund lernen kann, bei körperlichen Verrichtungen freiwillig mitzumachen. Er wird dabei im besonderen darauf eingehen, wie ein Behandlungstraining auch mit Hunden, die schon gebissen haben, geplant und in die Praxis umgesetzt werden kann.

Info zur Teilnahme mit Hund
Die am praktischen Teil des Kurses mitwirkenden Hunde sollten es gewohnt sein, für Belohnungen zu arbeiten. Wenn mit ihnen im Rahmen des Seminars über das Erzeugen eines Kooperationssignales hinaus an der Durchführung körperlicher Eingriffe gearbeitet werden soll, wäre es wünschenswert, wenn sie mindestens eine der folgenden Übungen sicher und mit hoher Motivation ausführen können:
1. Ablage des Kinns auf einer Unterlage
2. Mit beiden Vorderpfoten auf einem kleinen Podest (oder Brett oder Buch) stehen
3. Auf der Seite liegen (mit dem Kopf auf dem Boden)

Zielgruppe:
Hundehalter, Hundetrainer, Verhaltenstherapeuten, Tiertrainer, Tierärzte, Tierheimmitarbeiter, Züchter und alle die sich für modernes Tiertraining interessieren

Veranstaltungsort:
SVÖ Klagenfurt
Ladinacherstr. 21
9020 Klagenfurt

05. - 06.11.2022
jeweils 09:00 – ca. 17:00
Kosten 330 € ohne Hund - inkl. Vollverpflegung
360 € mit Hund - inkl. Vollverpflegung

15 Fortbildungsstunden für Tierschutzqualifizierte Hundetrainer

Siehe auch: Abendvortrag "Ernährung und Verhalten" mit Dr. Stephan Gronostay

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Termin Eigenschaften

Datum, Uhrzeit 05.11.2022
Termin-Ende 06.11.2022
Einzelpreis 330.00€
Ort SVÖ Klagenfurt